Alexander-praxis

die kunst der wahrnehmung

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Die Methode


Machen Sie sich ein Bild von sich

In der Regel richtet sich unsere Aufmerksamkeit im Alltag nach außen, wenn wir schauen, hören, riechen, tasten oder kommunizieren. Wir meinen ein sehr konkretes Bild unserer Umgebung wahrzunehmen. Die Aufmerksamkeit für den eigenen Körper kommt leider oft viel zu kurz.

Häufig tun wir Dinge automatisiert, aus Gewohnheit, so wie wir sie schon immer getan haben. Aber ebenso häufig bewegen wir uns unfrei, unbewusst, schwerfällig oder nutzen unsere körperlichen Fähigkeiten nicht effektiv und ökonomisch. Oft überhört man Signale des Körpers wie Hunger, Durst oder Bewegungsverlangen, weil man gerade so beschäftigt und gestresst ist. Erst später spürt man die Folgen in Form von Konzentrationsschwäche oder Verspannungen. Blindheit oder Taubheit für sich selbst sind Ursachen, die einen ungünstigen Selbstgebrauch fördern.

In der Alexander-Technik richten wir als erstes den Blick wieder auf uns selbst. Die Eigenwahrnehmung ist der Schlüssel zur Veränderung alter Muster und Gewohnheiten. Sie bringt uns in Kontakt mit unseren Bedürfnissen, unseren Sinnen und unseren Mustern. Es entsteht wieder ein klareres Bild von mir selbst. Und wie auf einer Landkarte kann ich mich in mir nun besser zurechtfinden.


Verspannung abbauen, Aufrichtung zulassen

Wenn ich mich selbst wieder spüren kann, bekomme ich nicht nur ein besseres Empfinden für meine Bedürfnisse, sondern auch für meine Handlungen. In einer Alexander-Stunde beschäftigen wir ausgiebig mit dem Erspüren von Spannungszuständen im Körper. Manche Spannungen können sich reduzieren, manche Muskeln können aktiver sein.

Muskeln haben ein „Organ“ zur Wahrnehmung von Anspannung und Entspannung. Die Muskelspindeln signalisieren dem Gehirn den Status der Aktivität. Sind Körperteile dauerhaft aktiv, wie z.B. bei verspannten Schultern, kommen die Informationen so beständig, dass sie irgendwann als Normalzustand abgespeichert werden. D.h. das Gehirn kann nicht mehr zwischen entspannten und angespannten Schultern bis zu einem gewissen Niveau unterscheiden. Das führt zu dauerhaft verspannten Schultern und Schmerzen in diesen, aber auch in angrenzenden Regionen. Durch die vielfach verbundene Muskulatur und Bänderstuktur kann nun an anderer Stelle ein Problem auftreten, ohne dass dort die Ursache zu suchen wäre. Auf diese Weise arbeitet die Alexander-Technik nicht am Symptom, sondern sieht den Menschen ganzheitlich.

Durch ein Ausballancieren der Spannungszustände kann dem Körper wieder Raum gegeben werden sich auszurichten. Wenn ich bewusst aufhöre, den Hals und Nacken zu verspannen, kann der Kopf wieder seine natürliche Richtung nach oben finden, die Wirbelsäule kann sich längen und meine gesamte Haltung innen wie außen verändern.



Was du bist, hängt von drei

Faktoren ab: Was du geerbt hast,

was deine Umgebung aus dir machte

und was du in freier Wahl

aus deiner Umgebung und

deinem Erbe gemacht hast.

(Aldous Huxley)

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